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Aufruf

Lasst uns den Frieden aufwecken!
Aber nicht schon wieder mit gespielter Aktivität.
Lasst uns den Frieden aufwecken mit Tat,
über die Ländergrenzen hinweg und über die Religionen hinaus.
Lasst uns den Frieden aufwecken
nicht mit Ingwertee in analytischen Gesprächsrunden,
nicht mit Besserwisserei, nicht als Imagetrick.
Lasst uns den Frieden aufwecken
mit Umarmung, mit Aufmerksamkeit für das Andere,
mit Küssen, mit Lachen, mit Einladung, mit Begleitung.
Lasst uns den Frieden aufwecken
die Fremde zur Nähe machen.




Athene

Athene, Athene
du speist mich mit den Früchten deines Olivenbaumes.
Das ist vermessen, vermessen, zu weit hinausgelehnt.
Denn meine Verlacher in der Gegenwart
wird vor Neid meine Poesie nicht erreichen.
Athene, Athene
Weisheit – dein Besitz.
Demut und Glanz sind mir deine bekömmlichen Früchte.
Athene, Athene
Danke.



Abschied
 

Allein gehe ich jetzt unsere Wege
Gehe aus den Sonnentagen nun in den Schattentagen
Lautlos betrete ich die Brücke in die Sonnentage der Erinnerung
Neben mir keine Spur von dir so sehr ich mich auch umschaue
es bleiben die Nebelschweife meines Wunsches
Doch ein Stern fällt schmerzlich in mein Herz
durchströmt es mir mit seinem Licht
und legt mir um die steifen Mundwinkel ein Lächeln
Sind die Seufzer der Trauer oft noch Last
so verblassen sie in den Stunden des Lächelns
wenn dein Stern wieder und wieder in mein Herz fällt

 

An einem Tag werde ich aufwachen
und all meine Tränen
prall gefüllt mit der Schwere meines Schicksals
durchtränken die geschundene Erde 
Sorgsam geschliffene Diamanten
die sie mir entreißt und mal um mal hastiger verschlingt 
Und verdorrtes Gras wird für mich grünen




An Gott und an alle 

Bist Du der Hiob des Teufels
Gar anmutig auf blitzenden Eisen
mit gekrümmtem Buckel tanzt Er vor Dir
Haben wir DICH in ein falsches Mieder gepresst
Steh auf – da ist noch Liebe
Egal von wo wir kommen David, Jesus, Mohammed – oder...
Lebenszeit wird totgeschlagen
Frieden auszuhalten macht Langeweile
bringt kein Geld
Geschöpft ist geschöpft
Rudern wir im Seelentiegel der Erde
Ist DEIN Sinn uns abhanden gekommen
Stummer Schrei verwirrtes Hirn
Hast uns DEIN Schöpfertum auf die zermürbten Leiber geworfen
Steh auf – da ist noch Liebe
Gehen wir




Anzweifeln

Ist alles was mir an Anderen missfällt Anzweifeln?
Würde nicht Jeder und Jedes sich auflösen?
Ich verlöre das Wunder des Glaubens!